Stand: 13-Feb-2005
Hans Grossenbacher
 

Glossar

Auflösung
Mass für die Genauigkeit eines Bildes. Die Detailtreue oder Genauigkeit eines Bildes wird bestimmt durch seine Auflösung. Die Auflösung kann als absoluter oder relativer Wert angegeben werden. Eine absolute Angabe wird als absolute Pixelmenge angegeben, z.B. 'Das Bild hat eine Auflösung von 640x480 Pixel'. Eine relative Auflösung gibt an, aus wie vielen Pixeln pro Längeneinheit das Bild besteht. Sie wird üblicherweise in DPI (Dots per Inch) angegeben, macht aber keine Aussage über die absolute Bildgröße.

Zuschneiden von Bildern
Um einen Bildausschnitt herzustellen, müssen irrelevante Randteile weggeschnitten werden. Rohscans weisen Ränder auf, da man nicht für jedes einzelne Bild manuell den relevanten Ausschnitt bestimmen kann. Wir liefern die Bilder normalerweise in diesem Rohformat, da Sie als Kunde am besten wissen, wie Sie das Bild beschneiden möchten. Für das Beschneiden eignen sich alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme auf PC oder MAC (z.B. PhotoPaint, ACDSee, PhotoDraw, PhotoImpact etc.). Die Bearbeitungsprogramme, welche zu Digitalkameras mitgeliefert werden, enthalten ebenfalls solche Funktionen.

Dateiformat
Grafikformat zum Austausch von Bildern. Um Grafiken und Bilder austauschen zu können, werden normierte Dateiaustauschformate verwendet. Die meistverbreiteten Formate sind JPG, TIF, BMP, GIF oder PNG. Einige dieser Formate unterliegen Patentrechten wirtschaftlich orientierter Firmen, andere wiederum sind das Ergebnis von Standardisierungs-Bemühungen und sind frei verfügbar. Es gibt Dateiformate, die verlustfreie Komprimierung erlauben (TIF, PNG), andere die verlustbehaftete Komprimierung implementieren (JPG, GIF) und wiederum andere Dateiformate, die in der Regel keine Komprimierung beinhalten (BMP). Im Folgenden werden einige Grafikformate näher vorgestellt:

BMP
Windows Bitmap. Standard Grafikformat unter Microsoft Windows.

GIF
CompuServe's Graphics Interchange Format. Ursprünglich 1987 im Rahmen von CompuServe's Mailboxen eingeführt, erlangt das GIF-Dateiformat weltweite Beachtung, bis es in den 90er Jahren mit der Verbreitung des Internet durch JPG abgelöst wird. GIF unterstützt eine Farbpalette bis zu 256 Farben, ab der 1989er-Definition auch Transparenz sowie Multiple-Image-Files (animierte GIFs). Aufgrund der begrenzten Farbanzahl ist es für True-Color-Grafiken (Fotos) nicht geeignet. GIF-Bilder werden mit Hilfe der LZW-Kompression in ihrem Speicherbedarf verkleinert. 

JPG
Grafikformat mit skalierbarer Komprimierung. Grafikformat mit verlustbehafteter Komprimierung. Durch die hohe erreichbare Komprimierung hat das JPG-Dateiformat eine hohe Verbreitung erlangt. Bei den Internet-Browsern gehörte dieses Dateiformat von Anfang an zum Standard. Besonders interessant ist die Skalierbarkeit der Komprimierung, die durch einen Komprimierungs-, resp. Qualitätsfaktor einstellbar ist. Im Tausch für sehr hohe Komprimierung erhält man jedoch auch Komprimierungsartefakte. Je stärker das Bild komprimiert wird, umso ungenauer wird es reproduziert.

TIFF
Target Image File Format. Das TIFF-Format ist ein geräteunabhängiges Dateiformat für Rasterbilder, die Dateien haben normalerweise die Endung TIF. Ursprünglich von Aldus (Pagemaker) entwickelt hat es sich im DTP- Bereich als das Grafikformat schlechthin entwickelt. Es bietet inzwischen auch unterschiedlichste Kompressionsverfahren an. Wir liefern unsere Bilder im unkomprimierten TIF-Format.

DPI
Dots Per Inch - Punkte pro Zoll. Maß für die Auflösung optischer Ein- und Ausgabegeräte. Die Auflösungen von Druckern und Scannern werden in DPI angegeben. Ein Zoll entspricht 2,54 cm, somit entspricht eine Auflösung von 100 dpi ca. 39 Pixel pro Zentimeter.

Farbmodell
Modell zur Darstellung/Definition der Farben. Farbmodelle dienen der Anpassung der Bilder für die unterschiedlichen Ausgabegeräte. So bilden Computermonitore und Fernseher Farben durch additive Farbmischung, bei der sich eine beliebige Farbe aus der Addition der Grundfarben Rot, Grün und Blau zusammensetzen lässt (RGB-Farbmodell). Drucker hingegen setzen Farben subtraktiv (Filterung) aus den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb zusammen (CMY-Farbmodell, CMYK-Farbmodell). Unsere Bilder werden ohne anderslautenden Auftrag als RGB-Bilder geliefert.

Filmscanner
Scanner zur Digitalisierung von Filmmaterialien. Filmscanner dienen zur Digitalisierung von Transparentmedien wie dies beispielsweise Dias oder Negative sind. Durch das Scannen des Primärmaterials ist eine (im Vergleich zum Scannen der Fotos) deutlich bessere Qualität erreichbar. In der Regel können Filmscanner gerahmte Dias und Negativstreifen, mit Zusatzgeräten auch APS-Filme verarbeiten. 

Flachbettscanner
Scanner mit Flachbett zur Auflage der zu scannenden Vorlage. Ein Flachbettscanner hat eine Auflagefläche (Glasplatte) auf welche die Vorlage aufgelegt werden kann. Damit wird erreicht, dass Vorlagen unterschiedlichster Größe und Dicke (Blätter, Bücher, Briefmarken) verarbeitet werden können. Bessere Scanner lassen sich auch mit Durchlichtoption zur Verarbeitung von Transparentvorlagen (Filme, Röntgenbilder) sowie mit Einzelblatteinzug zur stapelweisen Verarbeitung von Blattvorlagen (Batchscan) aufrüsten.

Monitor
Zum Betrachten von digitalen Bildern ist ein möglichst grosser Monitor von Vorteil. Gute Röhrenmonitore eignen sich in der Regel besser als Flachbildschirme. Wichtig ist eine gute Grafikkarte. Die Auflösung sollte mindestens  800x600, besser 1024x768 betragen. Je höher die Auflösung, desto mehr Details in den Bildern sind sichtbar. Ihre Grafikkarte sollte auf die höchstmögliche Farbtiefe, am besten 32 Bit, eingestellt sein, dies hat einen grossen Einfluss auf die Qualität der dargestellten Bilder. Anstelle von Fabtiefe wird auch von Anzahl Farben gesprochen, 32 Bit entspricht 16 Millionen Farben.

JPEG
Joint Photographic Experts Group. Bild-Kompressionsverfahren, welches z.B. im JPG-Format verwendet wird.

Pixel
Ein Pixel ist das kleinste darstellbare Bildelement. Ursprünglich abgeleitet von engl. 'picture element'. Ein digitales Pixel muss abhängig vom Farbmodell all die Informationen bieten, die zu seiner Darstellung erforderlich sind. Bei 16 Millionen Farben (True Color) benötigt ein Pixel 24 Bit also 3 Byte für seine Speicherung. Bei 65536 Farben (High Color) benötigt es 16 Bit also 2 Byte.

Rasterbild
Bild das als Punktraster gespeichert wird. Fotos werden als rechteckiges Punktraster gespeichert, da sie im Gegensatz zu Vektorgrafiken sehr viele Detailinformationen enthalten. Abhängig von Farbtiefe und Farbmodell kann ein Punkt (Pixel) unterschiedlich viel Speicherplatz benötigen. Um solche Bilder besser zu komprimieren, benötigt man zweidimensionale Kompressionsalgorithmen wie z.B. JPEG. 

RGB-Farbmodell
Additives Farbmodell. Farbmodell mit den Grundfarben Rot (R), Grün (G) und Blau (B). Dieses Farbmodell wird bei der additiven Farbmischung verwendet, wie sie in Computermonitoren und Fernsehern üblich ist. Die Darstellung einer Farbe geschieht durch Addition der Farbanteile in den drei Grundfarben. 

Scanner
Vorrichtung zur Umwandlung optischer Vorlagen in digitale Bilder. Scanner gibt es in vielen Ausprägungen: Flachbettscanner, Einzugsscanner, Trommelscanner, Filmscanner. Das ihnen zugrundeliegende Prinzip ist jedoch immer folgendes: Eine optische Vorlage (Dokument, Foto, Film, etc.) wird mit Hilfe einer CCD-Zeile in ein digitales Signal umgewandelt. Dabei wird entweder die Vorlage an der CCD-Zeile (Trommelscanner, Einzugsscanner) oder die CCD-Zeile (Flachbettscanner) an der Vorlage vorbeibewegt und zeilenweise eingelesen.

Scannen
Einlesen einer Vorlage durch einen Scanner, wobei als Resultat ein digitales Bild entsteht.

Vektorgrafik
Grafik die sich mit Hilfe von Zeichenkommandos konstruieren lässt. Im Gegensatz zu einem Rasterbild werden bei einer Vektorgrafik nicht die Bildpunkte gespeichert, sondern viel- mehr die zu ihrer Darstellung erforderlichen Zeichenkommandos (Punkte, Linien, Kurven, Kreise, Dreiecke, Rechtecke). Aus diesem Grunde kann sie auch beliebig skaliert werden. Ein Beispiel für Vektorgrafiken sind die heute üblichen True Type Fonts. Selbst bei starker Vergrößerung werden hier keine Pixelartefakte sichtbar, wie dies bei früher üblichen Bitmap-Fonts der Fall war.